Nachdem im historischen Lager "gelebt" wird, fand man am Samstag bereits ab 8 Uhr morgens die ersten Dorbewohner,
wenn auch noch mit trüben Augen und müden Schritten vor und in ihren Unterkünften bei den Vorbereitungen für Frühstück
oder auch bereits das Mittagsmahl (schließlich gab es z. B. bei der römischen Legion eine ganze gegrillte Sau als Haupt-
speise). Offizieller Startschuss am Samstag war dann um 14 Uhr mit dem Seniorennachmittag und einem Schülertreffen
der Jahrgänge 1938 bis 1946 im Festzelt. Neben der musikalischen Unterhaltung durch die "Landshuter Blechschrammeln"
sorgte der Auftritt der "Goaßlschnoiza D' Erlbachtaler" für Abwechslung im Zelt.
Parallel dazu hatte sich auch schon das Lager sowohl mit Bewohnern als auch mit Besuchern gefüllt. Bei herrlichstem
Sonnenschein wandelten Tausende durch das historische Dorf. Sie konnten sehen, wie in den früheren Epochen in Buch
am Erlbach das Leben war. Freilich waren um diese Zeit die meisten "Einwohner" mit der wichtigen Tätigkeit Essen be-
schäftigt. Doch zwischendurch gab es durchaus auch wieder mal einen Aufruhr, wenn z. B. die römische Legion
exerzierte, die Gaukler ihre Kunststückchen zur Schau stellten oder die Pest in Buch ausbrach. Kinder hatten zu allen
Zeiten wieder Gelegenheit, sich mit längst vergessenen Spielen zu beschäftigen. Und die Strohburg zog ohnehin die Massen
kleiner Besucher an.
Offiziell wurde es dann gegen 19.30 Uhr. Zunächst zogen die Bewohner des historischen Lagers geschlossen in das
Festzelt ein (immerhin um die 500 Leute). Dann gab es einige Begrüßungen für die Besucher, darunter auch Landrat
Josef Eppeneder, der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Franz Göbl und Pfarradministrator Monsignore Dr.
Clement Obielu. Für viele Gäste wurde es schließlich ein langer Abend, der von Rudi Haimerl moderiert und der "Ledawix"
musikalisch untermalt wurde.